Biografie

Uta Pape, geb. Michels, wurde in Mainz als Kind einer Musikerfamilie geboren. Ihren ersten Geigenunterricht erhielt sie im Alter von fünf Jahren bei ihrem Vater Egmont Michels. Darauf folgte Unterricht bei Dorothee Birke in Frankfurt und Maria Egelhof in Mainz. In ihrer Jugend sammelte sie Erfahrung als Konzertmeisterin des Landesjugendorchesters Rheinland-Pfalz und als Mitglied des Bundesjugendorchesters.

Ihr Studium absolvierte sie an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf bei Michael Gaiser und Andreas Krecher. Zudem nahm sie an Meisterkursen bei Yfrah Neaman, Ulf Hoelscher und 
Hermann Krebbers teil. Sehr prägend war für sie der Unterricht bei David Takeno in London.
Als Solistin und als Orchestermusikerin führten sie Konzertreisen zu bedeutenden Festivals in ganz Europa. Zahlreiche Rundfunkaufnahmen fanden statt.

Seit ihrer Jugend widmet sich Uta Pape der Aufführungspraxis Alter Musik auf historischen Instrumenten. Auf dem Gebiet profitierte sie von der Zusammenarbeit mit Helga Thoene, 
Monica Hugget, Jesper Christensen und Reinhard Goebel. 2004 ergänzte sie ihre Ausbildung durch ein Aufbaustudium im Fach Barockvioline an der Bremer "Akademie für Alte Musik" bei Thomas Albert. Regelmäßig konzertiert sie mit renommierten Barockensembles und gibt im Rahmen etablierter Konzertreihen Kammermusikabende.

Seit 2001 ist sie Mitglied der Bielefelder Philharmoniker. Hier begegnete sie Solisten, wie u.a. Frank Peter Zimmermann, Gustav Rivinius, Anna Gourari und Albrecht Mayer, durch deren Probenarbeit sie zusätzlich bereichert wurde.

Durch ihr vielfältiges Engagement fördert Uta Pape verstärkt den Musikernachwuchs:
Seit einigen Jahren ist sie als Jurorin in verschiedenen Fachjurys des Wettbewerbs "Jugend musiziert" tätig und leitet Kurse für Violine und Barockvioline.

Ihr CD-Debut feierte Uta Pape im Jahr 2013 mit der CD "Walther-Westhoff-Bach", erschienen beim Label Ars Produktion.
Diese CD wurde u.a. bei NDR Kultur, mdr Figaro, WDR TonArt, Radio Bremen und vielfach in der Fachpresse vorgestellt.
Neben dem "nicht nur technisch makellosen, sondern auch eleganten und ausdrucksstarken Spiel Uta Papes", liefert die CD ebenso einen wertvollen Beitrag hinsichtlich der Entwicklung der Violintechnik.

Im Jahr 2016 veröffentlichte Uta Pape beim Verlag Dohr die Sonate "Nachklänge einer Reise nach Dresden und in die Sächsische Schweiz" op. 96 (Reisesonate) von Louis Spohr in einer kritisch revidierten Neuausgabe. Dieses Werk ist nach dessen Erstdruck im Jahr 1837 erstmalig wieder im Handel erhältlich.